Sandgrube Birkach: Weitere Vorgehensweise wird derzeit mit den Fachbehörden abgestimmt

Verfülltes Material soll einer weiteren Verwendung zugeführt werden

Die Sandgrube Birkach ist seit 1951 in Betrieb. Über Jahrzehnte wurde dort Sand abgebaut und der dadurch entstandene Raum mit Erdaushub verfüllt. Das Material stammte unter anderem aus Anlieferungen der Stadt Kronach und weiterer Kommunen, beispielsweise aus Straßenbauarbeiten. Auch Bauunternehmen konnten unbelastetes, ausgekoffertes Material zum Einbau in die Sandgrube anliefern. Darüber hinaus bestand auch für Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, entsprechendes Material anzuliefern.

In den vergangenen Jahren wurde die Situation in enger Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden umfassend und sehr aufwendig untersucht. Dazu erfolgten unter anderem Bohrungen, Beprobungen und umfangreiche Analysen. Die Ergebnisse wurden im vergangenen Jahr im Rahmen einer öffentlichen Stadtratssitzung vorgestellt.

Nach dem vorliegenden Untersuchungsbericht wurden unter anderem die vorhandenen Auffüllungen und Auffüllmengen bewertet.

Weitere Vorgehensweise wird derzeit abgestimmt

Aktuell hat das Landratsamt die Stadt Kronach um Stellungnahme gebeten, um die weitere Vorgehensweise festzulegen. Dabei soll insbesondere geklärt werden, wie mit dem vorhandenen Material weiter umzugehen ist und ob beziehungsweise in welchem Umfang eine sofortige Entnahme zu veranlassen ist.

Nach den bisherigen Untersuchungsergebnissen geht von dem seit mehreren Jahrzehnten eingelagerten Material laut Gutachten keine Gefährdung aus. Gleichzeitig wird geprüft, wie das Material einer weiteren Verwendung zugeführt werden kann. Aus Sicht der Stadt Kronach besteht daher keine Notwendigkeit einer sofortigen vollständigen Entnahme.

Grundsätzlich besteht nämlich die Möglichkeit, das verfüllte Erdmaterial bei Tief- und Hochbaumaßnahmen als Aufschüttungsmaterial einzusetzen. Es soll daher entsprechend zum Abtransport angeboten werden. Hierzu ist vorgesehen, Kommunen und Bauunternehmen gezielt zu informieren und das Angebot zusätzlich öffentlich bekannt zu machen.

Fläche entlang der Kreisstraße soll als Bereitstellungsfläche dienen

Für den an die Kreisstraße angrenzenden Bereich der Sandgrube gibt es Überlegungen für eine künftige Nutzung. Dort befinden sich keine Auffüllungen; zudem wurden vorhandene Anhäufungen, Anlagen und Betriebsstätten beseitigt.

Nachdem der bisherige Pachtvertrag für die entsprechende Fläche beendet wurde, wird derzeit geprüft, ob die Fläche entlang der Kreisstraße künftig durch die Spitalstiftung Kronach an die Stadt Kronach verpachtet werden kann.

Vorgesehen wäre eine Nutzung als Bereitstellungs- beziehungsweise Abstellfläche. Beispielsweise könnten die Technischen Dienste oder die Stadtwerke der Stadt Kronach das Areal für die Zwischenlagerung beziehungsweise Bereitstellung von Materialien im Zusammenhang mit Baumaßnahmen nutzen.

Mit Blick auf die anstehenden Baumaßnahmen werden geeignete Flächen, auf denen Materialien zeitweise bereitgestellt werden können, benötigt. Die Fläche in Birkach bietet hierfür grundsätzlich gute Voraussetzungen. Für die geplante Nutzung ist ein Bauantrag erforderlich. Dieser wird beim Landratsamt Kronach eingereicht.

Nachhaltige Nutzung des Areals im Blick

Nach Jahrzehnten, in denen das Areal insbesondere durch Sandabbau, Materialaufbereitung und Verfüllung geprägt war, soll nun Schritt für Schritt eine neue Perspektive für die Fläche entwickelt werden. Dabei steht die Verwendung des vorhandenen Materials ebenso im Mittelpunkt wie die Frage, wie die Flächen künftig für die Stadt Kronach genutzt werden können.

Die weiteren Schritte erfolgen in Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden. Die Stadt Kronach wird über die weitere Entwicklung und die Ergebnisse der laufenden Abstimmungen informieren.

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Sandgrube in Birkach